Der Mischmeister und seine Mischanlage

Der Großteil der Mischanlagen hat eine Kapazität zwischen 120 und 160 Tonnen/Stunde. Über das Jahr betrachtet – bei ca. 180 Einbautagen – könnte so eine Anlage zwischen 170 und 180 Tausend Tonnen produzieren. Tatsächlich aber liegt der Schnitt bei den vorhandenen Anlagen bei ca. 40 Tausend Tonnen pro Jahr.

Lieferprobleme trotz Kapazitäten

Tag für Tag besteht das Problem, dass das Mischgut nicht zur rechten Zeit geliefert wird oder die Kunden Schlange stehen. Unzufriedenheit der Kunden ist vorprogrammiert. Diese ist umso größer, wenn die Mischanlage von externen Kunden angefahren wird.

Bei genauer Analyse zeigt sich, dass Kapazität vorhanden ist, diese allerdings nicht ausgeschöpft wird. So schaffen es nur wenige Anlagen, den Bedarf in acht Stunden zu decken.

Verteilungsproblem

Zum einen handelt es sich um ein Verteilungsproblem: Alle Bau- und Fuhrunternehmen möchten ihr Material zur gleichen Zeit erhalten, am liebsten zwischen 6:45 Uhr und 7:30 Uhr. Mengenmäßig sind dies zwischen 100 und 200 Tonnen pro Projekt, wobei die Anlagen etwa drei bis zehn Projekte beliefern.

Bauunternehmen schicken meist alle LKW gleichzeitig zur Beladung. Um halb sieben beobachtet man eine lange Warteschlange von LKW vor der Mischanlage. Bei etwa 20 LKW entspricht das einer Menge von etwa 400 Tonnen – wie gesagt bei einer durchschnittlichen Produktionsmöglichkeiten zwischen 120 und 160 Tonnen pro Stunde! Und alle wollen bevorzugt in einer Viertelstunde beladen sein. Um diesen Wünschen gerecht zu werden, müsste die Mischanlage bereits seit einige Stunden in Betrieb sein.

Den Ansturm erwartend, weil dies jeden Tag so ist, beginnt der Mischmeister wesentlich früher zu produzieren und füllt die Silos mit Lagerkapazitäten zwischen 25 und 200 Tonnen. Die Arbeit beginnt also wesentlich früher, weil zu einem Zeitpunkt 400 Tonnen abgefüllt sein wollen.

Unnötige Spitzenzeiten

Dabei ist bemerkenswert, dass alle Baustellen im Umkreis der Mischanlage in der ersten Stunde gemeinsam meist nicht mehr als 150 Tonnen einzubauen in der Lage sind. Es wird also Mischgut produziert und abgeholt, welches keinesfalls direkt eingebaut werden kann, was zu erheblichen Qualitätseinbußen führt: Entmischung, Abkühlung, Einbaustopps etc. Planungsungenauigkeiten rächen sich an dieser Stelle noch mehr.

Es wird nun viel verschoben, abgesagt, umgeplant – und dafür, so spotten die Anlagenbetreiber, wurde die Mischanlage wesentlich früher gestartet, welche dann, nachdem alle ihr Mischgut zum selben Zeitpunkt abgeholt haben, erst einmal still steht. Denn nun warten alle LKWs auf der Baustelle. Kurz vor Mittag, wenn der Mischmeister die Mittagspause beginnen möchte, kommen plötzlich wieder die zwanzig LKWs für die Abholung des Materials. Der morgendliche Vorgang wiederholt sich erneut, so lange, bis alle Runden gefahren sind.

Restmengenproblem

Dem nicht genug: Denn die schlimmste Runde folgt noch: Die allerletzte Runde, bei der dann die Mischanlage auf die Bestellung der Restmengen wartet. Dabei handelt es sich oft um nur wenige Tonnen, oder es erfolgt eine Absage. Bis die Informationen einlangen vergehen dennoch oft Stunden. Die Tage des Mischmeisters sind lang.

Betrachtet man die Arbeitszeiten, so ist die Mischanlage zu lange in Betrieb, in Bezug auf die möglichen Kapazitäten über den Tag betrachtet zu wenig, weil wesentlich mehr produziert werden könnte. Wenn Mischgut nachgefragt wird, ist zu wenig da, weil die Produktionskapazität nicht ausreicht. Dazwischen könnte Mischgut produziert werden, aber es kommt kein LKW daher. Am Ende des Tages wurden anstatt 1500 möglichen Tonnen nur 800 produziert, diese dafür unter Stress.

Fazit: Die Produktion erfolgt unter Hochdruck. Es gibt kein Kapazitätsproblem. Dennoch alle warten aufs Mischgut.

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Restmengenermittlung — Der Mischmeister wie auch der Polier kennen die Restmengen von der ersten Sekunde an. Sie können genau sagen, wo im Bauablauf sie stehen, wie viel Material sie verbraucht haben und wann der letzte LKW beladen werden muss.